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Am 24. Oktober öffnet die Zuger Messe zum 53. Mal ihre Tore. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher an der grössten Herbstausstellung der Zentralschweiz dieses Jahr? Darüber sprechen wir mit dem Messeleiter René Wicky.
Was macht für Sie den besonderen Reiz der Zuger Messe aus?
Für mich ist es vor allem die einzigartige Mischung aus Tradition, Begegnung und Vielfalt. Die Zuger Messe ist weit mehr als eine klassische Ausstellung: Sie bringt Menschen aus der ganzen Region zusammen – Aussteller, Besucherinnen und Besucher, Familien, Unternehmen und Vereine.
Wie hat sich das Publikum in den vergangenen Jahren verändert?
Die Erwartungen haben sich definitiv verändert. Die Besucherinnen und Besucher sind heute informierter und kommen nicht mehr nur an eine Messe, um Produkte anzuschauen oder einzukaufen. Sie wollen etwas erleben, Neues entdecken, sich inspirieren lassen und vor allem auch persönliche Kontakte pflegen.
Die Messe ist für viele Zugerinnen und Zuger ein jährlicher Treffpunkt. Wie wichtig ist diese gesellschaftliche Funktion für Sie?
Diese gesellschaftliche Funktion ist für mich ein ganz zentraler Teil der Zuger Messe. Natürlich geht es an einer Messe um Aussteller, Produkte und Dienstleistungen – aber die Zuger Messe ist gleichzeitig ein Ort der Begegnung. Viele Menschen kommen nicht nur mit einem konkreten Interesse an einem bestimmten Stand, sondern auch, um Bekannte zu treffen, sich auszutauschen oder einfach gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag zu verbringen. Gerade in einer Zeit, in der vieles digital und anonym geworden ist, sind solche persönlichen Begegnungen besonders wertvoll.
Ich finde es schön, wenn man durch die Messehallen geht und merkt: Hier treffen sich Generationen. Man begegnet Familien, Freunden, langjährigen Stammgästen, aber auch Menschen, die zum ersten Mal dabei sind. Für viele gehört die Zuger Messe einfach zum Jahreskalender – und genau diese Verbundenheit ist etwas Besonderes.
Als Messeleiter freut es mich deshalb besonders, wenn die Zuger Messe nicht nur wirtschaftlich funktioniert, sondern auch ein Stück Zuger Gemeinschaft widerspiegelt. Sie soll ein Ort sein, an dem man sich trifft, ins Gespräch kommt und gemeinsam etwas erlebt. Dass sich diese Tradition über die Jahre erhalten hat und gleichzeitig immer wieder neue Besucherinnen und Besucher dazukommen, ist für mich ein wichtiger Teil des Erfolgs der Zuger
Messe.
Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung: Warum bleibt das physische Messe- erlebnis – das Sehen, Riechen und persönliche Gespräch – auch in Zukunft unersetzlich?
Digitale Kanäle sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und Informationen findet man heute jederzeit online. Eine Messe bietet aber etwas, das digital nur schwer ersetzt werden kann. An der Zuger Messe kann man Produkte und Dienstleistungen direkt erleben, ausprobieren und mit den Menschen dahinter ins Gespräch kommen. Oft entstehen dabei Begegnungen, die online gar nicht möglich wären. Dazu kommt etwas, das ich persönlich sehr wichtig finde: Man entdeckt Dinge, nach denen man gar nicht gesucht hat. Genau diese spontanen Entdeckungen und persönlichen Gespräche machen den Reiz einer Messe aus.
Ich bin überzeugt, dass sich digitale und physische Angebote ergänzen. Online informiert man sich, an der Messe erlebt man es.
Die Messe bietet 2026 wieder zahlreiche Sonderschauen. Welche davon liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen?
Besonders spannend finde ich, dass die Messe mit der Zuger Polizei, den Zuger Bäuerinnen, suissetec SwissSkills und der Furka-Oberalp-Bahn so unterschiedliche Bereiche zusammenbringt. Gerade diese Vielfalt macht für mich den besonderen Reiz der Zuger Messe aus, weil sie Besucherinnen und Besucher jeden Alters anspricht.
Neben den Ausstellungen und Sonderschauen gibt es Modeschauen, Musik, Kinderangebote und Abendunterhaltung. Wie viel Unterhaltung braucht eine Messe, damit sie zum Erlebnis wird?
Ich glaube, eine Messe braucht heute eine gute Mischung aus Information, Austausch und Unterhaltung. Bei der Zuger Messe soll der Besuch mehr sein als ein Rundgang von Stand zu Stand. Die Menschen sollen etwas entdecken, sich austauschen, aber auch gemeinsam eine gute Zeit verbringen können. Entscheidend ist für mich das richtige Mass. Die Unterhaltung darf nicht Selbstzweck sein und die Ausstellungen überdecken. Sie soll die Messe ergänzen und dafür sorgen, dass aus einem Besuch ein Erlebnis wird. Wenn jemand am Ende sagt: «Ich wollte eigentlich nur kurz an die Messe und bin dann viel länger geblieben», dann haben wir etwas richtig gemacht.
Eine Messe dieser Grösse erfordert monatelange Planung. Was ist für Sie persönlich der emotionalste Moment, wenn sich die Tore am ersten Messetag endlich öffnen?
Das ist tatsächlich der Moment, wenn die ersten Besucherinnen und Besucher auf das Gelände kommen. Bis dahin liegen viele Monate Planung, unzählige Gespräche und sehr viel Arbeit hinter uns. Man arbeitet lange auf diesen einen Moment hin – und plötzlich wird aus all den Plänen eine lebendige Messe. Besonders eindrücklich ist für mich auch der Moment, wenn sich die Hallen füllen, Gespräche entstehen, die Ausstellenden ihre ersten Kundinnen und Kunden begrüssen und man spürt: Jetzt läuft es. Dann sieht man auch, wofür das ganze Team in den vergangenen Monaten gearbeitet hat.
Gleichzeitig ist es ein Moment, in dem eine gewisse Anspannung abfällt. Natürlich bleibt während der gesamten Messe viel zu tun, aber mit dem Öffnen der Türen beginnt eine neue Phase. Jetzt gehört die Zuger Messe den Besucherinnen und Besuchern. Und persönlich freue ich mich jedes Jahr besonders auf den Moment der Türöffnung, weil man dann die Vorfreude und die Begeisterung der Menschen unmittelbar spürt. Wenn am ersten Messetag Leben auf dem Gelände ist und die Menschen mit einem Lächeln durch. Gleichzeitig ist es ein Moment, in dem eine gewisse Anspannung abfällt. Natürlich bleibt während der gesamten Messe viel zu tun, aber mit dem Öffnen der Türen beginnt eine neue Phase. Jetzt gehört die Zuger Messe den Besucherinnen und Besuchern. Und persönlich freue ich mich jedes Jahr besonders auf den Moment der Türöffnung, weil man dann die Vorfreude und die Begeisterung der Menschen unmittelbar spürt. Wenn am ersten Messetag Leben auf dem Gelände ist und die Menschen mit einem Lächeln durch die Eingänge kommen, ist das für mich der schönste Beweis dafür, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat.
Wenn Sie am Ende der Zuger Messe 2026 Bilanz ziehen: Was müsste passiert sein, damit Sie sagen, «Das war eine erfolgreiche Messe»?
Entscheidend ist für mich das Gesamtbild. Ich möchte am Ende der Zuger Messe 2026 zurückblicken und sagen können: Wir haben den Besucherinnen und Besuchern eine abwechslungsreiche, lebendige und gut organisierte Messe geboten. Die Ausstellenden hatten gute Gespräche und konnten wertvolle Kontakte knüpfen. Und unser Team kann stolz darauf sein, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.
Für mich persönlich wäre es zudem wichtig, dass es uns gelungen ist, die Zuger Messe weiterzuentwickeln und gleichzeitig ihren besonderen Charakter zu bewahren. Sie soll auch 2026 ein Treffpunkt für die Region sein – ein Ort, an den man gerne kommt, Menschen trifft und Neues entdeckt.
Und natürlich würde ich mich freuen, wenn mir nach der Messe Besucherinnen und Besucher sagen: «Es war schön – wir kommen nächstes Jahr wieder.»
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