Stadt Zug
Kauf der Liegenschaft Unterer Frauenstein
Seit über 30 Jahren steht das Juwelier-Fachgeschäft VICTORIA Uhren und Schmuck in der Neustadt-Passage in Zug für Qualität, ehrliche Beratung. Geführt wird das Familienunternehmen von den Brüdern Jakob, Edward und Jan Halef – ein Team, das aus einem Hobby eine erfolgreiche Firmengeschichte gemacht hat.
Wir sprachen mit Jakob Halef über Faszination, Philosophie und drei Jahrzehnte Firmengeschichte.
«Was uns ausmacht, ist die besondere Verbindung von Familie und Geschäftssinn.»
Was unterscheidet VICTORIA von anderen Uhren- und Schmuckgeschäften?
Was uns ausmacht, ist die besondere Verbindung von Familie und Geschäftssinn. Von Anfang an war entscheidend, dass meine Brüder Edward, Jan und ich Seite an Seite arbeiten. Diese familiäre Basis und die gegenseitige Unterstützung prägen unser Unternehmen bis heute.
Wie entstand die Idee, ein Uhren- und Schmuckgeschäft zu eröffnen?
Der Anstoss kam von meinem Bruder Edward, der schon als Jugendlicher von Uhren fasziniert war. Er hat sie auseinandergebaut und die Mechanik studiert. Irgendwann stellte er sich die Frage: Können wir diese Leidenschaft nicht zum Beruf machen?
Und wie kam der Schmuck dazu?
Da kommt Jan ins Spiel. Er war schon immer von Diamanten begeistert und hat sich deshalb auf Diamantenschmuck spezialisiert.
Und Sie liessen sich von der Begeisterung Ihrer Brüder anstecken?
Ganz genau. Darum beschlossen wir gemeinsam – zusammen mit unserem Bruder Martin – aus dem Hobby einen Beruf zu machen und gründeten 1993 VICTORIA Uhren und Schmuck.
Wie entstand Ihre eigene Leidenschaft für Uhren und Schmuck? Was fasziniert Sie daran?
Wenn Sie sich die Mechanik einer Uhr genau ansehen, erkennen Sie all die kleinen Einheiten, die so perfekt zusammenspielen, um uns die Zeit exakt anzugeben. Diese Präzision, diese Kunst der Mechanik, fasziniert mich bis heute.
Mit der Zeit betreten wir auch die Welt der Philosophie – ein weiteres Hobby von Ihnen, wie man Ihrer Website entnehmen kann.
Absolut. Zeit ist etwas sehr Menschliches. Der Mensch begrenzt alles, was er erschafft. Sein Schöpfertum beschränkt sich auf etwas Zeitliches. Zeit an sich ist unbegrenzt, doch wir versuchen, sie zu definieren – für uns und im Austausch mit anderen. Uhren sind letztlich ein Versuch, diesem Unendlichen eine Form zu geben.
«Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, bedeutet das nicht automatisch Erfolg.»
Blicken wir zurück: Welche Erinnerungen verbinden Sie mit den vergangenen 30 Jahren?
Es waren sehr schöne und kreative Jahre, aber auch herausfordernde. Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, bedeutet das nicht automatisch Erfolg. Wir wollten ihn jedoch – deshalb haben wir die Victoria, die römische Siegesgöttin, als Symbol gewählt. Durch Zusammenhalt und Kreativität konnten wir schwierige Phasen überstehen und unseren Weg zum Erfolg finden. Besonders spannend waren neue Produkte, neue Geschäfte und neue Ideen. Natürlich hat uns das Schicksal dann auch etwas verwöhnt: Aber wir suchten das Glück und haben es dann auch gefunden.
Worauf führen Sie Ihren Erfolg zurück?
Auf eine gute Mischung an starken Uhrenmarken, hochwertigen Goldschmuck zu fairen Preisen und unsere Kundenorientierung. Der Kunde steht immer im Mittelpunkt. Wir gehen auf Wünsche ein, finden Lösungen, beschaffen Informationen. Unsere Faszination für Uhren und Schmuck ist ehrlich – und das spüren die Menschen. Unser Verhältnis zu unseren Kundinnen und Kunden basiert auf gegenseitiger Wertschätzung.
Wie würden Sie Ihr Juwelier-Fachgeschäft VICTORIA beschreiben?
Professionell fachmännisch, zuvorkommend freundlich, bodenständig ehrlich! Wir bewegen uns im mittleren Preissegment. Dort ist der Mittelstand zu Hause, und dort fühlen auch wir uns am wohlsten.
Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell?
Die grösste Herausforderung ist die Breite des Internets. Besonders im Uhrenbereich erleben wir viel Beratungsdiebstahl: Menschen lassen sich bei uns beraten, bestellen dann aber online. Viele vergessen, dass Kaufen etwas Emotionales ist. Wir setzen deshalb bewusst auf den persönlichen Kontakt. Dafür stehen wir mit unserem Namen.
Welche Trends im Uhren- und Schmuckmarkt beobachten Sie besonders?
Bei den Herren sind Automatik- und kleinere Uhren im Trend – nicht mehr die ganz grossen Modelle, sondern solche mit kleinerem Durchmesser, die sich angenehm tragen. Im Schmuckbereich bleiben Diamanten stark gefragt. Und für uns ist wichtig: Unsere Diamanten sind Naturdiamanten, keine Labordiamanten.
«Ehrlichkeit und Authentizität gelten besonders für unsere Beratung.»
Welche Philosophie steckt hinter Ihren Geschäften und Ihrer Markenführung?
Ehrlichkeit und Authentizität. Das gilt besonders für unsere Beratung. Wenn uns eine Kundin fragt, ob ein Schmuckstück zu ihr passt, entscheidet nicht der Preis über unsere Antwort, sondern unsere ehrliche Meinung. Ja, wenn es passt – und Nein, wenn es nicht passt. Diesen Weg haben wir bewusst gewählt, und er wird uns auch in Zukunft tragen.
Uwe Guntern
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